Bedrohung in Mehrfamilienhaus löst Polizeieinsatz aus
Ein Polizeieinsatz mit Spezialkräften hat am Freitagabend in Krefeld für Aufsehen gesorgt. Ein 30-jähriger Mann hatte die Polizei alarmiert, nachdem er nach eigenen Angaben von seinem Nachbarn mit einer Schusswaffe bedroht worden war.
Der Vorfall ereignete sich kurz vor 22 Uhr an der Melanchthonstraße. Um sich vor einer möglichen Gefahr in Sicherheit zu bringen, flüchtete der Bedrohte auf einen Balkon und machte durch Hilferufe auf seine Situation aufmerksam.
Polizei rückt mit Spezialkräften an
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich der mutmaßliche Täter bereits wieder in seine Wohnung zurückgezogen. Aufgrund der Bewaffnung und der unklaren Gefahrenlage wurden Spezialkräfte hinzugezogen.
Den Einsatzkräften gelang es schließlich, den 45-jährigen Tatverdächtigen in seiner Wohnung zu überwältigen und festzunehmen. Nach Angaben der Polizei blieb der Mann dabei unverletzt.
Waffe bei Wohnungsdurchsuchung sichergestellt
Im Anschluss durchsuchten die Beamten die Wohnung des Tatverdächtigen. Dabei fanden und beschlagnahmten sie eine sogenannte PTB-Waffe.
Bei PTB-Waffen handelt es sich in der Regel um Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen, die in Deutschland eine entsprechende Zulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) besitzen. Trotz ihrer eingeschränkten Funktion können solche Waffen bei Bedrohungssituationen erhebliche Angst auslösen und unter bestimmten Umständen gefährliche Verletzungen verursachen.
Blutprobe angeordnet
Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurde dem 45-Jährigen eine Blutprobe entnommen. Zu den Hintergründen dieser Maßnahme machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.
Anschließend wurde der Mann in Polizeigewahrsam genommen.
Strafverfahren eingeleitet
Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittler prüfen nun die genauen Umstände des Vorfalls sowie den Ablauf der Bedrohung.
Insbesondere wird untersucht, in welchem Zusammenhang die Auseinandersetzung zwischen den beiden Nachbarn stand und ob weitere Straftatbestände vorliegen.
Keine Verletzten bei dem Vorfall
Trotz der bedrohlichen Situation wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand verletzt. Durch das schnelle Eingreifen der Polizei konnte die Lage zügig unter Kontrolle gebracht werden.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.



