Feuerwehrfahrzeug kommt auf Einsatzfahrt von der Straße ab
Ein schweres Feuerwehrfahrzeug ist am Donnerstagmittag (29. Oktober) während einer Einsatzfahrt im Bergisch Gladbacher Stadtteil Herkenrath verunglückt. Kurz nach 12 Uhr kam eine Drehleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach auf der Straße Braunsberg von der Fahrbahn ab und rutschte eine Böschung hinunter.
Die beiden Feuerwehrleute an Bord blieben bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Dennoch sorgen die aufwendigen Bergungsmaßnahmen derzeit für Verkehrsbehinderungen im betroffenen Bereich.
Drehleiter war auf dem Weg zu einem Rettungsdiensteinsatz
Nach Angaben der Feuerwehr befand sich die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 2 auf dem Weg zu einem Rettungsdiensteinsatz in der Gemeinde Kürten. Dort war die Unterstützung der Feuerwehr angefordert worden.
Kurz hinter dem Ortsausgang von Herkenrath verlor der Fahrer des rund 16 Tonnen schweren Einsatzfahrzeugs aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über die Drehleiter.
Das Fahrzeug geriet in das Bankett und rutschte anschließend eine angrenzende Böschung hinunter.
16 Tonnen schweres Einsatzfahrzeug bleibt aufrecht stehen
Trotz des Unfalls kam es nicht zu einem Umstürzen der Drehleiter. Das schwere Feuerwehrfahrzeug blieb aufrecht stehen und verhinderte damit möglicherweise schwerere Folgen.
Sowohl der Maschinist als auch der Fahrzeugführer konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Neben dem Schaden am Einsatzfahrzeug entstanden allerdings Flurschäden sowie Beschädigungen an der Umzäunung einer angrenzenden Weide.
Unfallursache bislang ungeklärt
Warum die Drehleiter von der Fahrbahn abkam, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Feuerwehr hat die Daten des Unfalldatenspeichers gesichert, die nun ausgewertet werden sollen.
Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen wird sich klären lassen, ob technische Defekte, Fahrbahneinflüsse oder andere Faktoren zu dem Unfall geführt haben.
Zu möglichen Schäden am Fahrzeug oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen aktuell noch keine Informationen vor.

Erst wenige Monate altes Feuerwehrfahrzeug betroffen
Bei dem verunglückten Fahrzeug handelt es sich um eine hochmoderne Drehleiter, die erst im Juni 2026 offiziell in Dienst gestellt worden war.
Die Anschaffungskosten des Spezialfahrzeugs belaufen sich auf rund eine Million Euro. Aufgrund der Beschädigungen ist das Fahrzeug derzeit nicht mehr fahrbereit und fällt vorerst für Einsätze aus.
Rettungsdiensteinsatz konnte ohne Verzögerung fortgesetzt werden
Trotz des Unfalls blieb die Versorgung des ursprünglichen Einsatzortes gewährleistet. Die für den Rettungsdiensteinsatz vorgesehene Unterstützung wurde kurzfristig durch die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 übernommen.
Dadurch kam es laut Feuerwehr zu keinem kritischen Zeitverzug bei der Hilfeleistung in der Gemeinde Kürten.
Ehrenamtliche Feuerwehr sichert Einsatzbereitschaft
Um den Ausfall des verunglückten Fahrzeugs zu kompensieren, wurden zusätzliche Maßnahmen eingeleitet. Der ehrenamtliche Löschzug 9 übernahm bereits am Mittag die Besetzung der Feuer- und Rettungswache 2.
Zudem stellte die Feuerwehr Bergisch Gladbach ihre Reservedrehleiter in Dienst. Dadurch bleibt die Einsatzbereitschaft im Stadtgebiet trotz des Ausfalls der verunglückten Drehleiter vollständig gewährleistet.
Spezialunternehmen aus Köln übernimmt Bergung
Die Bergung des Feuerwehrfahrzeugs gestaltet sich aufgrund des hohen Gewichts und der schwierigen Lage als äußerst aufwendig. Aus diesem Grund wurde ein spezialisiertes Bergungsunternehmen aus Köln hinzugezogen.
Gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr arbeiten die Experten derzeit daran, die rund 16 Tonnen schwere Drehleiter sicher zurück auf die Fahrbahn zu bringen.
Die Polizei unterstützt die Maßnahmen vor Ort und sorgt für die Absicherung der Unfallstelle sowie die Verkehrsregelung.
Verkehr wird umgeleitet
Aufgrund der laufenden Bergungsarbeiten kommt es im Bereich Braunsberg zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Der Verkehr aus Herkenrath in Richtung Kürten-Spitze wird derzeit über den Siefer Hof umgeleitet. Die Gegenrichtung von Kürten-Spitze nach Herkenrath bleibt aufgrund der aufwendigen Bergungsmaßnahmen weiterhin gesperrt.
Wie lange die Arbeiten noch andauern werden, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Feuerwehr bleibt trotz Unfall voll einsatzfähig
Obwohl die moderne Drehleiter vorerst nicht zur Verfügung steht, betont die Feuerwehr Bergisch Gladbach, dass die Einsatzbereitschaft weiterhin vollständig gewährleistet ist.
Durch die Aktivierung der Reservedrehleiter und die Unterstützung der ehrenamtlichen Kräfte können Einsätze im gesamten Stadtgebiet weiterhin ohne Einschränkungen abgearbeitet werden.



