Stadt Münster erweitert Hilfsangebote für die kalte Jahreszeit
Mit Beginn der kalten Jahreszeit startet die Stadt Münster am 1. November 2026 erneut ihre Winternothilfe für obdach- und wohnungslose Menschen. Auf dem Caspar-Hessel-Gelände am Albersloher Weg wurden dafür wieder Wohncontainer aufgestellt, die bis Ende März rund 70 zusätzliche Übernachtungsplätze bereitstellen.
Die Maßnahme soll dazu beitragen, Menschen ohne festen Wohnsitz vor den lebensgefährlichen Folgen niedriger Temperaturen zu schützen und gleichzeitig den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu erleichtern.
Zusätzliche Schlafplätze ergänzen bestehende Hilfsangebote
Die neuen Wohncontainer ergänzen die bereits vorhandenen Einrichtungen freier Träger in Münster. Betreut werden die Übernachtungsplätze durch Mitarbeitende der Bischof-Hermann-Stiftung sowie des Caritasverbands für die Stadt Münster.
Neben einer geschützten Übernachtungsmöglichkeit erhalten die Betroffenen auch Unterstützung durch niedrigschwellige Beratungsangebote.
Hilfe für Menschen, die bislang keine Unterstützung angenommen haben
Ein besonderer Fokus liegt auf Menschen, die aufgrund ihrer individuellen Lebenssituation bisher keine Hilfsangebote in Anspruch nehmen konnten oder wollten.
Durch die Kombination von Unterkunft und Beratung möchten die beteiligten Organisationen neue Zugänge schaffen und Betroffene langfristig unterstützen.
Stadt warnt vor den Gefahren der Wintermonate
Die Stadt Münster appelliert an die Bevölkerung, in den kommenden Monaten besonders aufmerksam zu sein.
Wer bei Frost und winterlichen Temperaturen im Freien übernachtet, setzt seine Gesundheit und sein Leben erheblichen Risiken aus. Unterkühlungen können bereits nach kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.
Deshalb werben die beteiligten Hilfsorganisationen dafür, die kostenfreien Übernachtungsangebote aktiv zu nutzen.
Bürgerinnen und Bürger sollen aufmerksam bleiben
Sozialdezernentin Cornelia Wilkens ruft die Münsteranerinnen und Münsteraner dazu auf, nicht wegzuschauen.
Wer hilfebedürftige Menschen bemerkt, die bei eisigen Temperaturen im Freien schlafen oder sich offensichtlich in einer Notsituation befinden, sollte dies melden.
Hilfsorganisationen suchen Betroffene aktiv auf
Eingehende Hinweise werden vom Haus der Wohnungslosenhilfe sowie vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) entgegengenommen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen die betroffenen Personen anschließend auf und versuchen, sie von einem Übernachtungsplatz im Warmen sowie weiteren Hilfsangeboten zu überzeugen.
In akuten Notfällen sollten Bürgerinnen und Bürger unmittelbar Polizei oder Feuerwehr verständigen.
Mehrere Einrichtungen bieten Unterstützung an
Neben den Wohncontainern am Albersloher Weg stehen weitere Hilfsangebote zur Verfügung.
Für alleinstehende Männer gibt es Übernachtungsmöglichkeiten:
- im Haus der Wohnungslosenhilfe an der Bahnhofstraße
- in der Übernachtungsunterkunft an der Friedrich-Ebert-Straße
Die Wohncontainer am Albersloher Weg sind an sieben Tagen pro Woche geöffnet und bieten zusätzliche Kapazitäten während der Wintermonate.
Zusätzliche Angebote für Frauen
Für alleinstehende Frauen stellt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in der Katharinenstraße zusätzliche Schlafplätze und Betreuungsangebote bereit.
Damit soll sichergestellt werden, dass auch Frauen in Wohnungsnot während der kalten Jahreszeit einen sicheren Aufenthaltsort finden.
Winternothilfe verbindet Unterkunft und soziale Unterstützung
Die Winternothilfe der Stadt Münster verfolgt nicht nur das Ziel, kurzfristig Schutz vor Kälte zu bieten. Gleichzeitig soll Betroffenen der Zugang zu weiterführenden Hilfen eröffnet werden.
Beratung, Unterstützung bei Behördengängen sowie Vermittlung in langfristige Hilfsangebote gehören ebenfalls zum Konzept der beteiligten Einrichtungen.
Solidarität kann Leben retten
Mit den zusätzlichen Übernachtungsplätzen und Beratungsangeboten reagiert Münster auf die besonderen Herausforderungen der Wintermonate. Die Stadt setzt dabei auch auf die Unterstützung der Bevölkerung.
Wer aufmerksam ist und Hilfebedürftige nicht sich selbst überlässt, kann dazu beitragen, dass Menschen in Not rechtzeitig Hilfe erhalten und sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.



