Mutmaßliches Straßenrennen endet mit schwerem Verkehrsunfall
Ein mutmaßlich verbotenes Kraftfahrzeugrennen hat am späten Mittwochabend (14. Oktober) auf der Buschstraße für einen schweren Verkehrsunfall gesorgt. Gegen 22 Uhr sollen die Fahrer eines schwarzen BMW 5er und eines grauen Audi A6 mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Wenige Augenblicke später bot sich den eintreffenden Polizeikräften ein Bild der Verwüstung: beschädigte Fahrzeuge, ein umgekippter Anhänger, verstreute Trümmerteile und zwei verletzte Personen.
Die Beamten trafen an der Unfallstelle auf drei beschädigte Fahrzeuge sowie einen beschädigten Anhänger. Der Sachschaden dürfte erheblich ausfallen. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen auf Hochtouren.
Zeugen berichten von hoher Geschwindigkeit auf der Buschstraße
Mehrere Zeugen schilderten der Polizei übereinstimmend, dass sowohl der BMW als auch der Audi kurz vor dem Unfall mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Buschstraße in Richtung Steigerstraße gefahren seien.
Unter den Zeugen befand sich auch der Fahrer eines grünen Audi RS3, der das Fahrverhalten der beiden beteiligten Fahrzeuge beobachtet haben soll. Die Aussagen der Zeugen spielen nun eine wichtige Rolle bei der Rekonstruktion des Geschehens und bei der Frage, ob tatsächlich ein illegales Autorennen stattgefunden hat.
Audi-Fahrer verliert Kontrolle über sein Fahrzeug
Nach bisherigen Erkenntnissen verlor der 27-jährige Fahrer des grauen Audi A6 die Kontrolle über sein Fahrzeug. Gegenüber den eingesetzten Beamten erklärte der Mann, dass er aus für ihn nicht nachvollziehbaren Gründen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen sei.
Anschließend prallte der Audi mit großer Wucht gegen einen geparkten Mercedes B180. Die enorme Aufprallenergie führte dazu, dass das abgestellte Fahrzeug gegen einen daneben abgestellten Anhänger geschleudert wurde. Der Anhänger stürzte um und beschädigte zusätzlich einen geparkten Mercedes Vito.
Zwei Verletzte nach Unfall medizinisch versorgt
Bei dem Unfall wurden der 27-jährige Audi-Fahrer sowie eine 25-jährige Mitfahrerin verletzt. Rettungskräfte versorgten beide Personen zunächst vor Ort, bevor sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurden.
Nach bisherigen Informationen erlitten die beiden Verletzten keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Dennoch erforderte der Zusammenstoß eine medizinische Untersuchung und weitere Behandlung.
Schadenbild passt nicht zu den Angaben der Beteiligten
Während der Unfallaufnahme kamen bei den Ermittlern Zweifel an den Schilderungen der beteiligten Fahrer auf. Nach Angaben der Polizei passten die Aussagen des 27-jährigen Audi-Fahrers und des 25-jährigen BMW-Fahrers nicht zu den Spuren und Schäden an der Unfallstelle.
Aus diesem Grund konzentriert sich die Untersuchung nun insbesondere auf die Frage, ob sich die beiden Fahrer zuvor ein illegales Straßenrennen geliefert haben könnten. Die Beamten prüfen sämtliche Zeugenaussagen sowie technische Spuren, um den Ablauf der Ereignisse lückenlos zu rekonstruieren.
Polizei stellt BMW und Audi als Beweismittel sicher
Zur weiteren Beweissicherung wurden sowohl der graue Audi A6 als auch der schwarze BMW 5er sichergestellt. Die Fahrzeuge sollen nun durch Spezialisten untersucht werden.
Eine technische Analyse könnte Hinweise auf Geschwindigkeit, Fahrverhalten und mögliche Manipulationen liefern. Die Sicherstellung der Fahrzeuge ist bei Verdacht auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen eine übliche Ermittlungsmaßnahme.
Keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen
Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergaben sich nach Angaben der Polizei keine Hinweise darauf, dass einer der beiden Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln gestanden haben könnte.
Der Fokus der Ermittlungen richtet sich daher derzeit insbesondere auf die mögliche Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie die Ursache des Kontrollverlustes und die Frage einer möglichen überhöhten Geschwindigkeit.
Hohe Sicherheitsleistung wegen fehlendem Wohnsitz im Inland
Ein weiterer Aspekt des Einsatzes betrifft die persönlichen Verhältnisse der beiden Fahrer. Nach Polizeiangaben verfügen weder der 25-Jährige noch der 27-Jährige über einen festen Wohnsitz in Deutschland.
Deshalb mussten beide Männer noch an der Unfallstelle eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Diese Maßnahme dient dazu, ein späteres Straf- oder Bußgeldverfahren abzusichern.
Verkehrsunfallaufnahmeteam dokumentiert sämtliche Spuren
Aufgrund der Schwere des Unfalls wurde ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Essen hinzugezogen. Die Experten dokumentierten die Unfallstelle detailliert und sicherten zahlreiche Spuren.
Für die Dauer der umfangreichen Maßnahmen blieb die Buschstraße weiträumig gesperrt. Erst nach Abschluss der Spurensicherung und Bergungsarbeiten konnte die Straße wieder freigegeben werden.
Polizei sucht weitere Zeugen zum mutmaßlichen Autorennen
Das Verkehrskommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Beamten bitten insbesondere Verkehrsteilnehmer und Anwohner, die die Fahrweise des BMW oder Audi vor dem Unfall beobachtet haben, um Hinweise.
Von besonderem Interesse sind Beobachtungen zur Geschwindigkeit, zu möglichen Überholmanövern oder zu einem möglichen Rennen auf der Buschstraße. Jede Beobachtung könnte für die Aufklärung des Falls von Bedeutung sein.



