Letztes Ferienwochenende sorgt für volle Straßen
Autofahrer müssen sich am ersten Septemberwochenende auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Obwohl die Sommerferien inzwischen in fast allen Bundesländern beendet sind, bleibt die Staugefahr auf Deutschlands Autobahnen hoch. Besonders die große Rückreisewelle aus den Urlaubsregionen dürfte für viele Verzögerungen sorgen.
Vor allem am Freitagnachmittag und Freitagabend werden die Fernstraßen aus dem Süden Deutschlands sowie von Nord- und Ostsee stark belastet sein. Gleichzeitig sind weiterhin Urlauber aus Bayern und Baden-Württemberg unterwegs, deren Sommerferien noch laufen.
Rückreiseverkehr trifft auf Ausflugsverkehr
Bei gutem Wetter erwarten Verkehrsexperten zusätzlich starken Ausflugsverkehr. Besonders betroffen sind Strecken in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Seen und Küstenregionen.
Auch am Samstag- und Sonntagabend rechnen Experten mit hohem Verkehrsaufkommen, da zahlreiche Urlauber ihre Heimreise antreten.
Mehr als 1.000 Baustellen bremsen den Verkehr aus
Zusätzlich erschweren zahlreiche Baustellen die Verkehrslage. Bundesweit sorgen rund 1.000 Baustellen auf Autobahnen für Fahrbahnverengungen, Tempolimits und längere Wartezeiten.
Dadurch können bereits kleinere Unfälle oder erhöhte Verkehrsmengen schnell zu kilometerlangen Staus führen.
Diese Autobahnen sind besonders staugefährdet
Besonders betroffen sind zahlreiche wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen:
A1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A4 Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
A5 Kassel – Frankfurt sowie Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn
A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A45 Aschaffenburg – Dortmund
A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A81 Singen – Stuttgart
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München
Auch im Ausland drohen lange Wartezeiten
Nicht nur in Deutschland, sondern auch auf wichtigen Reiserouten im Ausland müssen Urlauber Geduld mitbringen.
In Österreich gelten insbesondere die A1 (Westautobahn), A10 (Tauern-Autobahn), A11 (Karawanken-Autobahn), A12 (Inntal-Autobahn), A13 (Brenner-Autobahn) sowie die Fernpassstraße und die Arlbergstraße als besonders belastet.
In der Schweiz drohen auf der Gotthard-Route (A2), der San-Bernardino-Route (A13), der A1 zwischen Bern und St. Margrethen sowie auf der A3 zwischen Basel und Chur längere Verzögerungen.
Auch in Italien werden auf der Brennerroute (A22) sowie auf den Verbindungen zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua längere Fahrzeiten erwartet.
Grenzkontrollen können zusätzlich Zeit kosten
Bei der Einreise nach Deutschland müssen Reisende außerdem mit zusätzlichen Wartezeiten durch Grenzkontrollen rechnen. Dies betrifft insbesondere stark frequentierte Übergänge aus Österreich und der Schweiz.
ADAC empfiehlt sorgfältige Reiseplanung
Der ADAC rät Autofahrern, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und genügend Zeitreserven einzuplanen. Besonders im Bereich von Baustellen sollten Verkehrsteilnehmer aufmerksam fahren und ausreichend Abstand halten.
Unnötige Spurwechsel können die Situation zusätzlich verschärfen. Wer entspannt ans Ziel kommen möchte, sollte Stoßzeiten möglichst meiden und regelmäßige Pausen einlegen.
Geduld ist am Wochenende gefragt
Mit dem Ende der Sommerferien in fast ganz Deutschland erreicht die Reisesaison ihren letzten Höhepunkt. Millionen Menschen werden auf den Straßen unterwegs sein. Wer flexibel planen kann und sich auf längere Fahrzeiten einstellt, hat die besten Chancen, stressfrei an sein Ziel zu gelangen.



