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Dortmund: Illegales Autorennen in Dortmund-13-Jähriger schwer verletzt – Polizei stellt Fahrzeuge und Führerscheine sicher
© Radosewic I RheinRuhrAktuell

Dortmund: Illegales Autorennen in Dortmund-13-Jähriger schwer verletzt – Polizei stellt Fahrzeuge und Führerscheine sicher


Schock-Unfall in Dortmund: Kind bei mutmaßlichem Straßenrennen erfasst

Ein mutmaßlich illegales Kraftfahrzeugrennen hat am Sonntagabend (16. August) in Dortmund schwere Folgen gehabt. Gegen 21:20 Uhr wurde ein 13-jähriger Junge auf der Klönnestraße von einem Fahrzeug erfasst und schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnten sich zwei Autofahrer zuvor ein verbotenes Straßenrennen geliefert haben.

Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Süden auf der Klönnestraße. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen und die Fahrzeuge sowie Führerscheine der beteiligten Fahrer sichergestellt.

VW und BMW sollen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein

Nach bisherigem Ermittlungsstand waren ein VW Arteon, gesteuert von einem 27-jährigen Dortmunder, sowie ein BMW X5, gefahren von einem 23-jährigen Dortmunder, an dem mutmaßlichen Rennen beteiligt.

Zeugen berichteten, dass beide Fahrzeuge mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf der Klönnestraße unterwegs gewesen seien. In Höhe der Inselstraße kam es schließlich zur folgenschweren Kollision.

13-Jähriger wird auf Gehweg geschleudert

Zum Zeitpunkt des Unfalls überquerte der 13-Jährige die Straße. Der VW Arteon erfasste den Jungen, der durch die enorme Wucht des Aufpralls auf den Gehweg geschleudert wurde.

Dort blieb das Kind schwer verletzt liegen. Augenzeugen und Ersthelfer reagierten sofort und kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um den Jungen.

Rettungsdienst bringt Jungen ins Krankenhaus

Nach der Erstversorgung wurde der verletzte 13-Jährige in ein Krankenhaus transportiert. Trotz der schweren Verletzungen bestand nach Angaben der Polizei keine Lebensgefahr.

Die schnelle Hilfe von Ersthelfern und Rettungskräften dürfte entscheidend dazu beigetragen haben, den Jungen rasch medizinisch zu versorgen.

Polizei beschlagnahmt Autos, Handys und Führerscheine

Die Polizei Dortmund leitete unmittelbar umfangreiche Maßnahmen ein. Die Mobiltelefone beider Fahrer wurden ebenso sichergestellt wie die beteiligten Fahrzeuge und die Führerscheine der Beschuldigten.

Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf den Verdacht der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie auf fahrlässige Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall.

Alkohol- oder Drogeneinfluss konnten die Ermittler bei keinem der beiden Fahrer feststellen.

Polizei Dortmund warnt erneut vor den Gefahren illegaler Rennen

Der schwere Verkehrsunfall verdeutlicht nach Ansicht der Polizei erneut die massiven Risiken illegaler Autorennen im öffentlichen Straßenverkehr. Immer wieder gefährden Raser und Poser nicht nur sich selbst, sondern vor allem unbeteiligte Verkehrsteilnehmer.

Deshalb zählt die Bekämpfung der Szene seit Jahren zu den strategischen Schwerpunkten der Polizei Dortmund.

Große Kontrollaktion gegen Raser- und Poserszene

Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag führte die Polizei Dortmund einen umfangreichen Schwerpunkteinsatz gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene durch.

Dabei richteten die Beamten zwei Geschwindigkeitsmessstellen ein und stellten insgesamt 162 Geschwindigkeitsverstöße fest. Zusätzlich kontrollierten Einsatzkräfte bekannte Treffpunkte und Szenebereiche im Stadtgebiet.

Unterstützt wurden die Polizeikräfte durch zahlreiche Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Dortmund.

Vier Fahrzeuge sichergestellt und Haftbefehle vollstreckt

Im Rahmen des Einsatzes stellten die Beamten vier Fahrzeuge sicher. Hintergrund war der Verdacht auf unerlaubte technische Veränderungen, die nun durch Sachverständige überprüft werden sollen.

Darüber hinaus wurden vier Fahrzeugführer ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen. Die Polizei fertigte insgesamt 19 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, sprach sieben Verwarngelder aus und vollstreckte zudem zwei offene Haftbefehle.

Wallring erneut Treffpunkt der Szene

Besonders auffällig war erneut die Situation auf dem Dortmunder Wall. Dort hielten sich zeitweise rund 300 Fahrzeuge aus der Raser-, Poser- und Tuningszene auf.

Laute Motorengeräusche, unnötige Beschleunigungsmanöver und Hupkonzerte führten erneut zu Beschwerden aus der Bevölkerung. Anwohner kritisieren die Situation seit Jahren und fordern konsequente Maßnahmen gegen die Szene.

Polizei kündigt weitere Schwerpunktkontrollen an

Die Polizei Dortmund macht deutlich, dass sie auch künftig konsequent gegen illegale Straßenrennen, Poser und die illegale Tuningszene vorgehen wird. Weitere Schwerpunktkontrollen und gezielte Einsätze seien bereits geplant.

Der schwere Unfall auf der Klönnestraße zeigt eindrucksvoll, welche dramatischen Folgen überhöhte Geschwindigkeit und mutmaßliche Straßenrennen haben können. Für einen 13-jährigen Jungen endete der Abend mit schweren Verletzungen, die Ermittlungen gegen die beteiligten Fahrer laufen weiterhin auf Hochtouren.


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