Gefährliche Fahrt an der Emscherpromenade sorgt für Polizeieinsatz
An der Emscherpromenade auf Phoenix West in Dortmund ist es am Donnerstagabend (6. August 2026) zu einem gefährlichen Vorfall mit mehreren E-Scootern gekommen. Mehrere Zeugen alarmierten gegen 19:15 Uhr die Polizei, nachdem drei Jugendliche mit hoher Geschwindigkeit auf den Fußwegen unterwegs gewesen sein sollen. Nach Angaben der Zeugen pöbelten die Fahrer zudem Passanten an. Hierbei wurde niemand verletzt.
E-Scooter ohne Kennzeichen unterwegs
Einsatzkräfte trafen kurze Zeit später auf drei Jugendliche, die mit E-Scootern im Bereich der Ruine „Viadukt“ unterwegs waren. Die Fahrzeuge verfügten nach Angaben der Polizei über keine Kennzeichen.
Während der Verfolgung stellten die Beamten eine Geschwindigkeit von etwa 40 bis 45 km/h fest. Die Jugendlichen ignorierten dabei Anhaltesignale sowie Lautsprecherdurchsagen der Polizei und setzten ihre Fahrt fort.
Mehrfach gefährliche Situationen mit Fußgängern und Radfahrern
Während der Flucht kam es laut Polizei zu mehreren gefährlichen Situationen mit Fußgängern und Radfahrern entlang der Emscherpromenade. Verletzt wurde dabei niemand.
Im Bereich des Viadukts trennten sich die drei Fahrer und fuhren in unterschiedliche Richtungen davon. Dadurch konnten die Einsatzkräfte nur noch einen der Jugendlichen verfolgen.
Fußgänger stoppt flüchtigen Fahrer
Ein Passant bemerkte die Verfolgungsfahrt und stellte sich dem E-Scooter-Fahrer in den Weg. Dadurch konnte die Fahrt des Jugendlichen beendet werden.
Der Fahrer, ein 13-jähriger Dortmunder, stürzte bei dem Vorfall und erlitt leichte Verletzungen.
E-Scooter der Mutter sichergestellt
Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich bei dem benutzten E-Scooter um das Fahrzeug seiner Mutter. Das Elektrokleinstfahrzeug verfügte nach Angaben der Polizei über keine Zulassung.
Die Beamten stellten den E-Scooter sicher. Nun wird untersucht, ob technische Veränderungen vorgenommen wurden, die die hohe Geschwindigkeit ermöglichten.
Nach Abschluss der Maßnahmen auf der Polizeiwache wurde der Minderjährige an Familienangehörige übergeben.
Strafverfahren gegen die Erziehungsberechtigte
Gegen die Erziehungsberechtigte leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Die Ermittlungen zu möglichen technischen Manipulationen am Fahrzeug dauern weiterhin an.
Polizei warnt vor getunten E-Scootern
Die Polizei Dortmund weist darauf hin, dass technisch veränderte E-Scooter ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Durch Manipulationen können Geschwindigkeiten von 40 km/h oder mehr erreicht werden, obwohl die Fahrzeuge konstruktiv lediglich für maximal 20 km/h ausgelegt sind.
Insbesondere kleine Räder, kurze Bremswege und die Bauweise der Fahrzeuge erhöhen laut Polizei bei höheren Geschwindigkeiten das Unfall- und Verletzungsrisiko erheblich.
Zudem erlischt bei technischen Veränderungen in der Regel die Betriebserlaubnis. Dies kann weitere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, beispielsweise wegen fehlenden Versicherungsschutzes oder des Fahrens eines nicht zugelassenen Kraftfahrzeugs.
Polizei kündigt weitere Kontrollen an
Die Polizei Dortmund kündigte an, auch künftig regelmäßig Kontrollen von E-Scooter-Fahrern auf dem Gelände von Phoenix West sowie an weiteren Orten im Stadtgebiet durchzuführen.
Das gilt für E-Scooter in Deutschland
Im öffentlichen Straßenverkehr dürfen E-Scooter in Deutschland grundsätzlich:
- maximal 20 km/h schnell sein,
- eine gültige Zulassung besitzen,
- versichert sein,
- und erst ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden.
Technische Veränderungen sind nicht zulässig und können strafrechtliche Folgen haben.



