Deutscher Wetterdienst erweitert Hitzewarnung für Aachen und die Region
Die Hitzewelle hält an: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnung vor starker Wärmebelastung für Aachen und die StädteRegion über Mittwoch, den 29. Juli 2026, hinaus bis Donnerstag, den 30. Juli 2026, verlängert. Besonders belastend sind dabei nicht nur die hohen Tagestemperaturen, sondern auch die fehlende nächtliche Abkühlung.
Nach Angaben des DWD können die Temperaturen in den Nachtstunden teilweise über 20 Grad Celsius bleiben. Solche sogenannten Tropennächte erschweren die körperliche Erholung und erhöhen die gesundheitlichen Risiken durch die anhaltende Hitze zusätzlich.
Hitze kann für alle Menschen zur Gefahr werden
Eine starke oder sogar extreme Wärmebelastung stellt für den menschlichen Organismus eine erhebliche Herausforderung dar. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke sowie pflegebedürftige Personen.
Wenn hohe Temperaturen über mehrere Tage anhalten und die Nächte kaum Abkühlung bringen, steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel, Erschöpfung und Hitzeschäden deutlich an.
Die wichtigsten Verhaltensregeln für heiße Tage
Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, empfehlen Experten und Behörden mehrere einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahmen:
- Täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Getränke trinken
- Alkohol, stark zuckerhaltige Getränke und übermäßigen Koffeinkonsum vermeiden
- Leichte Mahlzeiten mit Obst, Gemüse und Salaten bevorzugen
- Körperliche Anstrengungen möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden verlegen
- Direkte Sonneneinstrahlung insbesondere während der Mittagszeit vermeiden
- Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Sonnenbrille konsequent nutzen
- Wohnräume frühzeitig verschatten
- Nachts und in den frühen Morgenstunden lüften
- Kinder und Tiere niemals in geparkten Fahrzeugen zurücklassen
- Auf ältere und hilfsbedürftige Menschen besonders achten
Aachen bietet kostenlose Trinkwasserstellen an
Um die Bevölkerung während der Hitzewelle zu unterstützen, stellt die Stadt Aachen kostenlos Trinkwasser bereit. Bürgerinnen und Bürger können eigene Flaschen oder Gefäße mitbringen und während der Öffnungszeiten kostenfrei auffüllen.
Zu den Standorten gehören unter anderem:
- Stadtbibliothek Aachen, Couvenstraße
- Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz
- Verwaltungsgebäude Katschhof
- Verwaltungsgebäude Am Marschiertor
- Verwaltungsgebäude Mozartstraße
- Haus der StädteRegion Aachen
Die kostenlosen Angebote sollen insbesondere während der heißen Sommertage helfen, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
Öffentliche Trinkwasserbrunnen rund um die Uhr verfügbar
Zusätzlich stehen mehrere öffentliche Trinkwasserbrunnen im Aachener Stadtgebiet zur Verfügung:
- Elisengarten an der Ursulinerstraße
- Kleiner Münsterplatz (Möschebrunnen)
- Heinrich-Hollands-Straße in Aachen-Nord
- Alexanderstraße am Hotmannspiefbrunnen
Die Trinkwasserangebote ermöglichen eine schnelle Erfrischung und tragen dazu bei, hitzebedingte Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
Was bedeuten die Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes?
Von einer „starken Wärmebelastung“ spricht der DWD, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag etwa 32 Grad Celsius erreicht oder überschreitet. Zusätzlich wird berücksichtigt, ob die Temperaturen nachts ausreichend sinken.
Eine „extreme Wärmebelastung“ liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur Werte von etwa 38 Grad Celsius oder mehr erreicht. In solchen Situationen steigt die gesundheitliche Gefährdung erheblich an.
Kühle Orte helfen bei großer Hitze
Aachen bietet Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Möglichkeiten, sich während der Hitzewelle abzukühlen. Neben Parks und schattigen Grünanlagen informiert die Stadt auch über sogenannte „Kühle Orte“, die als Rückzugsräume bei hohen Temperaturen dienen.
Die Nutzung dieser Angebote kann insbesondere während der heißesten Stunden des Tages dazu beitragen, den Kreislauf zu entlasten und gesundheitliche Beschwerden zu verhindern.



