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Bergisch Gladbach: Feuerwehr Bergisch Gladbach im Dauereinsatz -Hitze bis 40 Grad sorgt für zahlreiche Einsätze in 48 Stunden
Feuerwehr Bergisch-Gladbach

Bergisch Gladbach: Feuerwehr Bergisch Gladbach im Dauereinsatz -Hitze bis 40 Grad sorgt für zahlreiche Einsätze in 48 Stunden


Extreme Hitze mit Temperaturen von knapp unter 40 Grad hat die Feuerwehr Bergisch Gladbach und den Rettungsdienst in den vergangenen 48 Stunden an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Im gesamten Stadtgebiet kam es zu einem deutlich erhöhten Einsatzaufkommen, das sowohl die Kräfte der Berufsfeuerwehr als auch der Freiwilligen Feuerwehr stark forderte.

Neben einer Vielzahl rettungsdienstlicher Einsätze mussten die Einsatzkräfte auch zahlreiche kleinere, aber zeitintensive Feuerwehrmaßnahmen bewältigen. Dazu zählten unter anderem ausgelöste Brandmeldeanlagen, Heimrauchmelder, Kleinbrände, Türöffnungen sowie technische Hilfeleistungen. Auch ungewöhnlichere Einsätze wie Tiere in Notlagen oder Personen in steckengebliebenen Aufzügen beschäftigten die Feuerwehr wiederholt.

Vielzahl an Einsätzen im gesamten Stadtgebiet

Bereits in der Nacht zum Freitag begann die Serie der Einsätze: In Frankenforst musste ein umgestürzter Baum von einer Fahrbahn entfernt werden. Im weiteren Tagesverlauf folgten mehrere Einsätze, darunter automatische Brandmeldungen in Heidkamp und der Stadtmitte sowie eine Türöffnung in Bensberg.

Besonders tierischer Natur waren zwei Einsätze in Refrath und Katterbach. In Katterbach geriet ein Reh in einen privaten Pool und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Die Einsatzkräfte reagierten schnell und retteten das Tier mit einem beherzten Eingreifen – anschließend flüchtete es unverletzt zurück in den Wald.

Am Freitagabend summierten sich die Einsätze erneut: Innerhalb kurzer Zeit wurde die Feuerwehr zweimal zu Kleinbränden nach Bensberg alarmiert. Zusätzlich musste in Katterbach eine Ölspur abgestreut werden.

Einsatzreicher Samstag – Rettungsdienst stark ausgelastet

Auch der Samstag begann ereignisreich. Kurz nach Mitternacht wurden Personen aus einem steckengebliebenen Aufzug im Ortsteil Hand befreit. Im weiteren Tagesverlauf lösten mehrere Heimrauchmelder in Bensberg und der Stadtmitte Einsätze aus, zudem kam es zu einem Verkehrsunfall.

Am Nachmittag und Abend setzte sich die Einsatzserie fort – mit einer technischen Hilfeleistung in Bensberg, einem Kleinbrand in Hebborn sowie einer weiteren Türöffnung in Paffrath.

Parallel dazu war der Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach dauerhaft stark ausgelastet. Zeitweise waren sämtliche Rettungsmittel im Stadtgebiet im Einsatz gebunden. Um die Versorgung sicherzustellen, reagierte der Rheinisch-Bergische Kreis flexibel und stellte zusätzlich zwei Rettungswagen (RTW) und drei Krankentransportwagen (KTW) bereit.

Feuerwehr im Dauereinsatz – auch medizinisch gefordert

Zur Unterstützung des Rettungsdienstes wurden auch Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr als sogenannte First Responder eingesetzt. Diese Fahrzeuge sind mit medizinischer Grundausstattung ausgestattet und können erste lebensrettende Maßnahmen einleiten, bis spezialisierte Rettungskräfte eintreffen.

Viele Einsatzkräfte verfügen neben ihrer feuerwehrtechnischen Ausbildung auch über Qualifikationen als Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter – ein entscheidender Vorteil, insbesondere bei hoher Auslastung des Rettungsdienstes.

Hitze erschwert Einsätze zusätzlich

Die extreme Hitze stellte für alle Beteiligten eine zusätzliche Belastung dar. Arbeiten unter schwerer Schutzkleidung, oft in direkter Sonneneinstrahlung, verlangten den Einsatzkräften körperlich viel ab.

„Gerade bei diesen Temperaturen sind auch kleinere Einsätze deutlich anstrengender als an normalen Tagen“, betonte Stadtbrandinspektor Frank Haag.

Trotz der schwierigen Bedingungen meisterten die Einsatzkräfte die Lage mit hoher Professionalität, ausreichender Flüssigkeitsaufnahme und großem Teamgeist. Ein besonderer Dank galt allen Beteiligten, die auch unter diesen extremen Umständen einsatzbereit blieben.

Feuerwehr gibt wichtige Verhaltenstipps bei Hitze

Angesichts der anhaltenden Hitze appelliert die Feuerwehr Bergisch Gladbach an die Bevölkerung, umsichtig zu handeln:

  • ausreichend trinken
  • körperliche Anstrengung in kühlere Tageszeiten verlegen
  • ältere oder hilfsbedürftige Menschen im Blick behalten
  • Kinder und Tiere niemals im Auto zurücklassen

Fazit

Die vergangenen 48 Stunden zeigen eindrucksvoll, wie stark extreme Wetterlagen die Einsatzkräfte fordern können. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war rund um die Uhr im Einsatz und bewältigte gemeinsam mit dem Rettungsdienst eine Vielzahl an Einsätzen unter schwierigen Bedingungen.


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