Neue Fahrradstraße in Dortmund: Velorouten-Ausbau nimmt Fahrt auf – das ändert sich am Bruchheck
Dortmund setzt seinen Kurs Richtung nachhaltige Mobilität konsequent fort: Mit dem weiteren Ausbau des Veloroutennetzes entsteht auf der Straße Am Bruchheck ein neuer, wichtiger Abschnitt der Hörder Veloroute. Der nördliche Teil der Straße soll künftig eine zentrale Rolle im Radverkehr spielen und wird voraussichtlich ab Frühjahr 2027 zur Fahrradstraße umgebaut.
Großprojekt Velorouten: 82 Kilometer für den Radverkehr
Die neue Fahrradstraße ist Teil eines umfangreichen Infrastrukturprojekts: In Dortmund entstehen insgesamt neun Velorouten mit rund 82 Kilometern Länge. Diese verbinden die Innenstadt (Radwall am Wallring) sternförmig mit verschiedenen Stadtteilen, darunter:
- Eving
- Scharnhorst
- Brackel
- Aplerbeck
- Hörde & Hörde-West
- Hombruch
- Lütgendortmund
- Mengede
Teilweise verlaufen die Routen über bekannte Achsen wie den geplanten Radschnellweg Ruhr (RS1) oder den Hoesch-Hafenbahn-Weg – ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen, vernetzten Fahrradverkehrssystem.
Veloroute Hörde: Neuer Abschnitt am Bruchheck
Ein bereits realisierter Abschnitt der Hörder Veloroute wurde 2025 zwischen „An der Goymark“ und der Goystraße zur Fahrradstraße umgewandelt. Nun folgt der nächste Ausbau:
- Abschnitt (12b): 310 Meter Länge
- Lage: Zwischen Goystraße und Kreuzung Burgunderstraße / Am Oelpfad
Das Tiefbauamt plant hier eine Fahrradstraße ohne große bauliche Eingriffe, um den Verkehrsfluss möglichst effizient anzupassen.
Sobald die Fördermittel bewilligt sind, startet die Ausschreibung – der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.
Das ändert sich konkret für Verkehrsteilnehmer
Mit der Umwandlung in eine Fahrradstraße werden klare Regeln eingeführt und die Infrastruktur deutlich angepasst:
🚲 Vorrang für Radfahrer
- Radfahrende dürfen nebeneinander fahren
- Autos sind weiterhin erlaubt, müssen sich aber unterordnen
- Tempolimit: 30 km/h für alle Verkehrsteilnehmer
🎨 Neue Gestaltung der Straße
- Rot eingefärbte Fahrgasse
- Markierung durch weiße Linie & grüne Begleitlinie
- Einheitliches Design für alle Velorouten in Dortmund
🚗 Veränderungen beim Parken & Verkehr
- Schrägparkplätze werden zu Längsparkplätzen umgebaut
- Sicherheitsabstand von mindestens 0,75 Metern zu parkenden Fahrzeugen
- Parken auf der Fahrbahn künftig nicht mehr erlaubt
⚠️ Mehr Sicherheit & Verkehrsberuhigung
- Bauliche Trennung der Fahrstreifen (ab ca. 5,50 m Breite)
- Pflasteroptik-Streifen in der Straßenmitte zur Temporeduzierung
- Aufhebung der Rechts-vor-Links-Regelung → Radverkehr hat Vorrang entlang der Route
🚚 Neue Ladezonen & Infrastruktur
- Drei Ladebereiche (8–20 Uhr) für Lieferverkehr
- Nachts als Parkplätze nutzbar
- 9 neue Fahrradbügel & rund 30 Absperrbügel gegen Falschparker
🚦 Verbesserte Kreuzungslösungen
- Aufgeweitete Radaufstellstreifen für sicheres Abbiegen
- Wegfall von Linksabbiegespuren für Autos
- Anpassung der Ampelsteuerung
Bedeutung für Dortmund
Mit diesem Projekt stärkt Dortmund gezielt den Radverkehr und verfolgt eine klare Strategie:
👉 Mehr Sicherheit für Radfahrende
👉 Weniger Autoverkehr in Wohngebieten
👉 Bessere Verbindung zwischen Stadtteilen und Innenstadt
Gerade im Bereich Hörde entsteht damit eine moderne, sichere und komfortable Radverkehrsverbindung – ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende im Ruhrgebiet.
Fazit
Der Ausbau der Fahrradstraße am Bruchheck zeigt deutlich: Dortmund setzt auf nachhaltige Mobilität und investiert gezielt in ein leistungsfähiges Radwegenetz. Mit dem Start im Frühjahr 2027 wird die Hörder Veloroute weiter gestärkt – und Radfahren in der Stadt spürbar attraktiver.



