Ab Juli wird für den Besuch des Kölner Doms ein Eintrittspreis von zwölf Euro erhoben. Diese Gebühr betrifft jedoch ausschließlich touristische Besichtigungen. Wer den Dom beispielsweise für einen Gottesdienst aufsucht, kann ihn weiterhin kostenlos betreten. Auch Kinder unter 13 Jahren sowie Menschen mit schweren Behinderungen und deren Begleitpersonen sind von der Zahlung befreit.
Für bestimmte Gruppen, darunter Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende und Studierende, gilt ein ermäßigter Eintrittspreis von sechs Euro. Zudem sind an ausgewählten Tagen, etwa an kirchlichen Feiertagen oder besonderen Aktionstagen, kostenfreie Besuche vorgesehen.
Die Einführung des Eintritts wurde bereits im März angekündigt. Hintergrund sind finanzielle Engpässe: Die laufenden Kosten für den Erhalt des Doms übersteigen die Einnahmen. Nach Angaben des Domkapitels beläuft sich der tägliche Aufwand auf rund 44.000 Euro. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern sollen dazu beitragen, diese Kosten zu decken.
Trotz der neuen Regelung rechnen die Verantwortlichen nicht mit einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen. Jährlich kommen etwa sechs Millionen Menschen in den Kölner Dom, und für viele gehört der Besuch fest zum Aufenthalt in Köln.
Das neue Zugangssystem sieht verschiedene Eingänge vor: Besucher mit religiösem Anliegen sollen künftig den Nordeingang nutzen, während Touristinnen und Touristen über das Hauptportal im Westen mit zuvor erworbenem Ticket eintreten. Der Ticketverkauf startet online ab dem 15. Juni, wobei Eintrittskarten bis zu drei Monate im Voraus erhältlich sein werden. Alternativ können Karten auch vor Ort im Kurienhaus am Roncalliplatz erworben werden.
Während der Eintritt für den Kölner Dom eine Neuerung darstellt, ist es in anderen bedeutenden Kirchen weltweit bereits seit längerem üblich, für touristische Besuche eine Gebühr zu verlangen.



