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Solingen: Solingen gedenkt der Opfer des Brandanschlags vom 29. Mai 1993
© Stadt Solingen

Solingen: Solingen gedenkt der Opfer des Brandanschlags vom 29. Mai 1993


Am 29. Mai 2026 hat die Stadt Solingen gemeinsam mit zahlreichen Gästen der fünf Mädchen und Frauen gedacht, die bei einem rechtsextremen Brandanschlag im Jahr 1993 ihr Leben verloren haben. Die Gedenkveranstaltung fand am Mildred‑Scheel‑Berufskolleg statt und wurde von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Stadtverwaltung, Religionsgemeinschaften und der Stadtgesellschaft begleitet.

Oberbürgermeister Daniel Flemm eröffnete das Gedenken und erinnerte an die tiefe Wunde, die der Anschlag der Familie, aber auch der Stadt zugefügt hat. „Die Brandnacht hat eine Narbe hinterlassen, die Teil unserer gemeinsamen Geschichte geworden ist. Eine Narbe, die uns mahnt, wohin Hass führen kann. Und doch hat Solingen aus dieser Nacht gelernt: Wir haben gelernt, einander beizustehen. Wir haben gelernt, wachsam zu sein, bevor Ausgrenzung Wurzeln schlägt. Und wir haben gelernt, Verantwortung füreinander zu tragen.“ Nach seiner Ansprache folgte eine Schweigeminute für die Opfer und ihre Familien:

  • Saime Genç
  • Hülya Genç
  • Gülüstan Öztürk
  • Hatice Genç
  • und Gürsün Inçe

Im Anschluss sprachen der türkische Generalkonsul Ali Ihsan Izbul, der Vorsitzende der Parlamentariergruppe Türkiye‑Deutschland in der Großen Nationalversammlung, Zafer Sirakaya, sowie Superintendentin Dr. Ilka Werner. Schülerinnen und Schüler des Mildred‑Scheel‑Berufskollegs trugen Gedichte und Texte vor, bevor das Gedenken durch einen religiösen Beitrag von Imam Enis Camli und eine Koranrezitation von Imam Ali Riza Yilmaz seinen Abschluss fand.


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