Nachdem die Weltkriegsbombe, die gestern Mittag am Schützenring geborgen worden war, gegen 13.20 Uhr entschärft war, konnten die Anwohnenden in den Bereich zurückkehren. Die Straßensperren wurden aufgehoben, der Verkehr konnte direkt wieder reibungslos anlaufen. Die Stadt Coesfeld dankt heute allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit,
- dem Deutschen Roten Kreuz für die Betreuung und die Verpflegung der Betroffenen in der Betreuungsstelle, für die organisatorische Unterstützung und die ärztliche Begleitung,
- der Polizei Coesfeld für die Hilfe beim Sperren der Straßen und bei der Evakuierung,
- den Christophorus Kliniken für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung der notwendigen Sicherungsmaßnahmen,
- dem Heriburg Gymnasium für die Bereitstellung der Räumlichkeiten zur Errichtung der Anlaufstelle für die Bevölkerung,
- der Feuerwehr Coesfeld für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung der Evakuierungsmaßnahmen,
- dem Baubetriebshof der Stadt Coesfeld für das Aufstellen und Sichern der Straßensperren,
- allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ordnungsamt und den Mitgliedern im Einsatzstab unter Leitung von Birthe Glaesmann für die Vorbereitung, Koordination und Durchführung des Einsatzes.
Und natürlich ganz besonders: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg und der Firma Kampfmittelbeseitigung Tauber.
Auch allen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffenen Anwohnenden und Geschäftsleuten ein ganz herzliches Dankeschön für ihre Geduld und ihr Verständnis!
Ordnungsdezernent Christoph Thies sagt abschließend: „Wir konnten dank der langen Vorlaufzeit gut vorbereitet in diesen Einsatz gehen und sind erleichtert, dass die Evakuierung und die Entschärfung reibungslos gelaufen sind. Dennoch ist so eine Situation immer brisant. Jede Bombenentschärfung bleibt ein Wagnis, das nur dank des umsichtigen Einsatzes der Fachleute und aller, die unterstützen, gut gelingen kann.“
Zum Thema: Die Bombenentschärfung in Zahlen
- Zahl der beteiligten Hilfs- und Rettungskräfte: 162
- zusätzliche Kräfte bei den Christophorus Kliniken: 30
- betreute Personen in der Mensa am Heriburg: 34
- Mitglieder im Einsatzstab:
- Rettungsdienst: Dr. Hans-Georg Schonlau, Katja Köhler, Dr. Holger Jansen (ärztliche Leitung), Patrick Jörden (organisatorische Leitung),
- Leitstelle: Darius Bengfort,
- Leitung Feuerwehr: Christoph Bäumer und Dominik Möller,
- THW-Fachberater: Jan Meyer,
- Christophorus Kliniken: Dr. Florian Kraft,
- Verbindung zur Polizei: Sebastian Hirtz
- Stadtverwaltung: Ordnungsdezernent Christoph Thies, Birthe Glaesmann (Leitung Einsatzstab und Fachbereichsleitung Ordnung und Recht), Pressesprecherin Andrea Zirkel
- Nach der Sperrung des 250-Meter-Radius um 11 Uhr wurden an zwei Wohnadressen noch Personen angetroffen, die von Ordnungsamt und Polizei herausgeleitet wurden.
- Eine weitere Person wurde erkrankt angetroffen und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
- Die Telefon-Hotline des Ordnungsamtes war insgesamt nur schwach nachgefragt, weder im Vorfeld, noch am Einsatz-Wochenende selbst. Dazu beitragen hatte sicher der lange zeitliche Vorlauf: Die Anwohnenden waren bereits mehr als zwei Wochen vor der anstehenden Evakuierung persönlich und schriftlich informiert worden.
- Auch den bereitgestellten Shuttle-Bus nutzte nur eine Handvoll Menschen für die Fahrt zur Betreuungsstelle.
- Der Newsticker von gestern mit dem zeitlichen Ablauf findet sich auf www.coesfeld.de/warnmeldung
- Gut bewährt hat sich der neue WhatsApp-Kanal der Stadt Coesfeld: Gut 900 Personen hatten ihn innerhalb weniger Tage abonniert und fanden dort ebenfalls aktuelle News, www.coesfeld.de/whatsapp
Zum Thema: Wie geht es weiter am Schützenring?
Nachdem der entschärfte Blindgänger gestern direkt nach dem Einsatz von der Bezirksregierung Arnsberg abtransportiert worden war, wurde die Fundstelle mit Bauzäunen wieder abgesperrt. Heute sollen die vorsorglich platzierten Splitterschutz-Container abgebaut werden, auch die etwa vier Meter tiefe Erdgrube wird verfüllt.
Bevor der Gehweg und die Straßenoberfläche wiederhergestellt werden können, müssen zunächst die für den Einsatz gekappten und umgelegten Ver- und Entsorgungsleitungen wiederhergestellt werden. Das übernehmen die Versorgungs-Dienstleister in den kommenden Tagen und Wochen.
Der Straßenabschnitt bleibt solange gesperrt, die Grundstücke können erreicht werden. Für den Schulbusbetrieb wurde eine Ersatzbushaltestelle am Katthagen eingerichtet. Auch von dort aus ist die Lambertischule erreichbar.



