Die Bodycams sollen in den drei Notaufnahmen Nord, Mitte und in der Kinderklinik testweise im Laufe des Januars eingeführt werden.
Hintergrund
In den letzten Jahren ist die Zahl der Gewalttaten und Angriffe auf das Personal in deutschen Krankenhäusern, insbesondere in Notaufnahmen, deutlich gestiegen. Das ergab unter anderem eine repräsentative Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
In der Umfrage nennt die Hälfte der Kliniken die Notaufnahme als besonders von Übergriffen belasteten Bereich.
Wir wollen testen, ob die Bodycams die gleiche deeskalierende Wirkung haben, wie sie sich bei Polizei und Ordnungsdienst der Stadt zeigt. In erster Linie geht es darum, die Mitarbeitenden in den Notaufnahmen zu schützen.
Die Webcams sollen vor allem im Empfangsbereich der Notaufnahmen zum Einsatz kommen. Wir erhoffen uns davon unter anderem eine präventive Wirkung und einen wichtigen Schritt, um die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten und die Anzahl an Gewalttaten zu reduzieren.
Laut verschiedener Rechtsexpertisen, unter anderem aus dem Landesgesundheitsministerium sowie von der Landesdatenschutzbeauftragten, ist die Verwendung von Kameras unter eingegrenzten Voraussetzungen grundsätzlich möglich. Das Konzept, das die Klinik erstellt hat, sehe eine datenschutzkonforme Aufzeichnung, Verarbeitung, Speicherung und automatisierte Löschung der Daten vor. Auch der Betriebsrat unterstütze das Projekt.
Nach der dreimonatigen Testphase soll eine Auswertung folgen. Danach würde entschieden, ob die Kameras dauerhaft und noch in anderen Bereichen eingesetzt werden, heißt es. Nach Medienberichten ziehen auch andere Kliniken ähnliche Maßnahmen in Betracht, aber die Dortmunder ist offenbar die erste in Deutschland, in der jetzt eine konkrete Testphase beginnt.



