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Lünen: Bürgermeister-Kandidatur in Lünen Kleine-Frauns stellt Vertrauensfrage
© Stadt Lünen

Lünen: Bürgermeister-Kandidatur in Lünen Kleine-Frauns stellt Vertrauensfrage


Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ist erstaunt über öffentliche Äußerungen des Beigeordneten Christian Klicki zu einer möglichen Bürgermeister-Kandidatur 2025. Auf eine Medienanfrage hatte der Leiter des Dezernats V erklärt, dass er noch keine offizielle Anfrage von seiner Partei erhalten habe. Gleichzeitig fände er es schön, dass man ihm als jungen Menschen ein solches Amt überhaupt zutraue.

„Bisher hatte Christian Klicki, der ja bis Ende 2022 mein persönlicher Referent war, stets betont, nicht zu kandidieren, wenn ich wieder antrete“, so Kleine-Frauns. „Insofern habe ich hier auch ein klares Dementi erwartet.“ Entsprechend enttäuscht sei er über die Aussagen seines ehemaligen engsten Mitarbeiters: „Dadurch, dass Christian Klicki sich nun eine Kandidatur gegen mich vorbehält, stellt er unser Vertrauensverhältnis grundsätzlich in Frage.“

Was es bedeutet, wenn ein in den Verwaltungsvorstand aufgerückter Beigeordneter gegen seinen vormaligen Chef kandidiert, hat nach Ansicht von Jürgen Kleine-Frauns ganz aktuell Lünens Erster Beigeordneter Axel Tschersich in einem Interview auf den Punkt gebracht: „Man müsse dann das bekämpfen, was man vorher unterstützt, teilweise mit angestoßen oder zumindest mit umgesetzt hat“, zitiert der Bürgermeister seinen allgemeinen Stellvertreter, der in seiner Heimatstadt Recklinghausen als Bürgermeister kandidiert. Dort tritt der amtierende Bürgermeister Christoph Tesche, mit dem Tschersich viele Jahre als Wirtschaftsförderer zusammengearbeitet hat, nicht mehr für eine weitere Amtszeit an.

Nachdem ihn in Lünen bereits mehrere Menschen darauf angesprochen hätten, geht Jürgen Kleine-Frauns davon aus, dass die Öffentlichkeit aufgrund der Aussagen von Christian Klicki bereits jetzt ein Konkurrenzverhältnis in der Verwaltungsspitze wahrnimmt. „Dieses Bild eines zerrissenen Verwaltungsvorstandes belastet auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Verwaltung. Und es wirkt sich auf die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung selbst aus, was wiederum negative Folgen für die Erledigung von Aufgaben haben kann.“

Um die Stadt vor Schaden zu bewahren und die Einheitlichkeit der Verwaltungsführung sicherzustellen, sei es aus Sicht des Bürgermeisters deshalb nun erforderlich, für den Rest der laufenden Amtszeit die Zuständigkeiten und Kompetenzen zu überdenken, die der Bürgermeister bei der Bildung des neuen Dezernats V im Vertrauen auf die Loyalität von Christian Klicki diesem überlassen hatte.


 

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