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Schwerte: Großbrand in Schwerte-Westhofen macht Fortschritte – Glutnester sorgen weiter für stundenlangen Großeinsatz
© Radosewic I RheinRuhrAktuell

Schwerte: Großbrand in Schwerte-Westhofen macht Fortschritte – Glutnester sorgen weiter für stundenlangen Großeinsatz


Feuerwehreinsatz in Schwerte dauert auch am Dienstagmorgen an

Nach dem verheerenden Großbrand einer Lagerhalle an der Hagener Straße in Schwerte-Westhofen hat die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag (13. Oktober) wichtige Fortschritte erzielt. Entwarnung gibt es jedoch noch nicht: Die aufwendigen Löscharbeiten dauern weiterhin an, da sich innerhalb der zerstörten Halle noch zahlreiche Glutnester befinden.

Der Brand hatte bereits am Montagnachmittag einen der größten Feuerwehreinsätze der Region ausgelöst. Die rund 90 mal 50 Meter große Halle stand innerhalb kurzer Zeit vollständig in Flammen. Auch mehr als 16 Stunden nach Ausbruch des Feuers sind zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort, um eine vollständige Brandbekämpfung sicherzustellen.

Großeinsatz mit Unterstützung aus mehreren Städten

Die Feuerwehr Schwerte wurde in der Nacht von weiteren Einheiten aus Kamen, Werne und Selm unterstützt. Gemeinsam arbeiteten die Einsatzkräfte daran, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Nach Angaben von Einsatzleiter Wilhelm Müller konnten durch umfangreiche Löschmaßnahmen deutliche Fortschritte erzielt werden. Dennoch gestaltet sich die Arbeit weiterhin schwierig. Vor allem die versteckten Glutnester im Inneren des Gebäudes machen den Feuerwehrkräften zu schaffen.

Der Großbrand erforderte erneut eine enge Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus.

Einsturzgefahr verhindert Löscharbeiten im Gebäudeinneren

Eine der größten Herausforderungen bleibt die erhebliche Einsturzgefahr der Lagerhalle. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Einsatzkräfte das Gebäude nicht betreten.

Sämtliche Löschmaßnahmen müssen deshalb von außen durchgeführt werden. Dadurch ist der Zugang zu den verbliebenen Brandnestern deutlich erschwert. Die Feuerwehr arbeitet mit verschiedenen Taktiken daran, die letzten Glutbereiche zu erreichen und abzulöschen.

Die instabile Gebäudestruktur wird kontinuierlich überwacht, um Risiken für die Einsatzkräfte auszuschließen.

Feuerwehr Dortmund unterstützt mit Spezialfahrzeug

Um die Brandbekämpfung weiter zu verstärken, wurde zusätzlich die Feuerwehr Dortmund angefordert. Zum Einsatz kommt ein leistungsstarker Gelenkmast, mit dem große Mengen Löschwasser gezielt in die betroffenen Hallenbereiche eingebracht werden können.

Durch die erhöhte Arbeitsposition können Einsatzkräfte Bereiche erreichen, die vom Boden aus nur schwer zugänglich sind. Der Gelenkmast spielt daher eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der verbliebenen Glutnester.

Die Spezialtechnik soll dabei helfen, den Einsatz schneller und effektiver abzuschließen.

Umfangreiche Messungen wegen Rauchentwicklung

Auch die starke Rauchentwicklung beschäftigte die Einsatzkräfte während der gesamten Nacht. Zur Überwachung möglicher Schadstoffbelastungen wurden ABC-Erkundungsfahrzeuge aus Hamm und Soest eingesetzt.

Die Messungen erfolgten entlang der Rauchwolke unter anderem im Bereich Unna-Massen sowie rund um den Flughafen Dortmund. Nach Angaben der Feuerwehr konnten dabei keine auffälligen Messwerte festgestellt werden.

Zusätzlich war das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) in den Einsatz eingebunden, um die Umweltbelastung zu überwachen.

Keine Gefahr für Anwohner festgestellt

Trotz der weiterhin sichtbaren Rauchentwicklung besteht nach aktuellem Stand keine Gefahr für die Bevölkerung.

Sowohl die Messergebnisse der eingesetzten Spezialfahrzeuge als auch die Untersuchungen der Umweltbehörden ergaben bislang keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Belastungen außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs.

Die Behörden beobachten die Situation dennoch weiterhin aufmerksam und führen bei Bedarf zusätzliche Kontrollmessungen durch.

Hagener Straße bleibt weiterhin gesperrt

Die Auswirkungen des Großbrandes sind auch am Dienstagmorgen noch deutlich spürbar. Die Hagener Straße bleibt vorerst für den Verkehr gesperrt.

Nach Angaben der Einsatzleitung wird die Sperrung voraussichtlich mindestens bis in die Abendstunden aufrechterhalten. Verkehrsteilnehmer müssen den Bereich weiterhin großräumig umfahren.

Die Sperrmaßnahmen dienen sowohl dem Schutz der Bevölkerung als auch der Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrkräfte.

Einsatzende weiterhin ungewiss

Wann der Feuerwehreinsatz endgültig beendet werden kann, ist derzeit noch offen. Einsatzleiter Wilhelm Müller zeigt sich zwar vorsichtig optimistisch, dass die Brandbekämpfung im Laufe des Dienstags abgeschlossen werden könnte.

Ob dies bereits am Nachmittag gelingt, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell die verbliebenen Glutnester erreicht und gelöscht werden können. Die Feuerwehr rechnet deshalb weiterhin mit einem langwierigen Einsatz.

Feuerwehr kämpft weiter gegen hartnäckige Glutnester

Auch wenn die Einsatzkräfte wichtige Fortschritte erzielt haben, bleibt die Lage anspruchsvoll. Die Kombination aus der Größe der Halle, der Einsturzgefahr und den schwer zugänglichen Brandherden macht die Löscharbeiten weiterhin komplex.

Mit Unterstützung zahlreicher Feuerwehren, modernster Technik und Spezialfahrzeugen arbeitet die Einsatzleitung daran, den Großbrand endgültig zu löschen und die Einsatzstelle wieder sicher zu machen.


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