Waldbrand oberhalb von Sundern-Stemel noch nicht vollständig beendet
Nach dem schweren Waldbrand im Bereich Sundern-Stemel gibt es eine erste positive Entwicklung: Die offenen Flammen konnten gelöscht werden. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Feuerwehr und Hilfsorganisationen sind weiterhin im Einsatz, da im betroffenen Waldgebiet noch zahlreiche Brand- und Glutnester vorhanden sind. Eine vollständige Entwarnung kann deshalb derzeit nicht gegeben werden.
Feuer breitete sich aufgrund extremer Trockenheit rasch aus
Der Brand war am gestrigen Nachmittag gegen 14:37 Uhr im Waldgebiet oberhalb von Stemel in Richtung Ochsenkopf ausgebrochen. Begünstigt durch die anhaltende Trockenheit breitete sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit aus und erforderte einen Großeinsatz zahlreicher Einsatzkräfte.
Nach aktueller Einschätzung sind rund 80.000 Quadratmeter Waldfläche von dem Brand betroffen. Erste Schätzungen lagen zunächst höher, konnten jedoch durch die Auswertung von Drohnenbildern genauer eingegrenzt werden.
Bis zu 250 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen
Die Bekämpfung des Feuers entwickelte sich zu einem der größeren Waldbrandeinsätze der Region. Während der Nachtstunden und am darauffolgenden Morgen waren weiterhin rund 150 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz. Zeitweise arbeiteten insgesamt etwa 250 Feuerwehrleute, Helfer und Spezialkräfte an der Einsatzstelle.
Die Feuerwehr Sundern erhielt dabei umfangreiche Unterstützung aus zahlreichen Nachbarkommunen. Einsatzkräfte aus dem Hochsauerlandkreis, dem Märkischen Kreis, dem Kreis Unna sowie dem Kreis Olpe unterstützten die Löscharbeiten und sorgten für eine schlagkräftige interkommunale Zusammenarbeit.
Polizeihubschrauber unterstützt Löscharbeiten aus der Luft
Eine entscheidende Rolle spielte auch die Luftunterstützung. Ein Polizeihubschrauber mit Außenlastbehälter transportierte Löschwasser direkt aus der Sorpetalsperre zum Brandgebiet.
Durch die Unterstützung aus der Luft konnten insbesondere schwer erreichbare Bereiche gezielt bekämpft und die Einsatzkräfte am Boden wirkungsvoll entlastet werden.
Schwieriges Gelände erschwert die Nachlöscharbeiten
Besonders herausfordernd bleibt das Gelände rund um die Brandstelle. Teile des betroffenen Waldgebiets liegen in steilen und schwer zugänglichen Bereichen.
Die Einsatzkräfte konzentrieren sich deshalb aktuell darauf, verbliebene Brand- und Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Vereinzelt kann es weiterhin zu kleineren Rauchentwicklungen kommen. Parallel werden bereits gelöschte Flächen fortlaufend überwacht, um mögliche Wiederentzündungen frühzeitig zu erkennen.
Bürgermeisterin und Landrat informieren sich vor Ort
Auch Sunderns Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila sowie Landrat Thomas Grosche verschafften sich persönlich ein Bild von der Lage. Beide informierten sich über die laufenden Maßnahmen und dankten den zahlreichen Einsatzkräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
Besonders hervorgehoben wurde die schnelle Unterstützung der Feuerwehren aus den Nachbarregionen sowie die professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.
Bürgermeisterin lobt Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg
Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila betonte die Bedeutung der interkommunalen Unterstützung bei einem Einsatz dieser Größenordnung. Gerade bei großflächigen Waldbränden sei es entscheidend, dass zusätzliche Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Spezialtechnik schnell bereitgestellt werden können.
Der Einsatz zeige eindrucksvoll, wie wichtig eine funktionierende Zusammenarbeit von Feuerwehren und Hilfsorganisationen über kommunale Grenzen hinweg sei.
Hohe Waldbrandgefahr bleibt weiterhin bestehen
Trotz der erfolgreichen Eindämmung des Feuers bleibt die Waldbrandgefahr in der Region aufgrund der anhaltenden Trockenheit hoch. Die Stadt Sundern appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, größte Vorsicht walten zu lassen und die geltenden Schutzregeln im Wald konsequent zu beachten.
Diese Regeln sollten unbedingt beachtet werden
- Kein offenes Feuer oder Grillen im Wald und in Waldnähe
- Nicht rauchen und keine Zigarettenreste wegwerfen
- Kein Glas oder Scherben in der Natur entsorgen
- Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen abstellen
- Waldgebiete besonders umsichtig nutzen
Einsatzkräfte bleiben wachsam
Auch wenn die offenen Flammen inzwischen gelöscht sind, ist der Einsatz noch nicht beendet. Die kommenden Stunden werden entscheidend sein, um sämtliche Glutnester vollständig zu beseitigen und ein erneutes Aufflammen des Waldbrandes zu verhindern. Die Einsatzkräfte bleiben deshalb weiterhin im Waldgebiet oberhalb von Stemel präsent.



